Geschichte

In Zahlen und Fakten

1834 Friedrich Carl Hessel, der Vater von August, Friedrich und Carl Hessel, gründet einen Warenhandel mit Sand und Tonerden auf dem Hesselschen Gut in Nerchau. Dieser Warenhandel war der Vorläufer der Farbenfabrik Nerchau.

1852 Die Brüder Friedrich und Carl Hessel gründen die Farbenfabrik, während der ältere Bruder August Hessel den vorhandenen Farbensandvertrieb fortführt.

1875 Friedrich Hessel überträgt die Firma seinem ältesten Sohn Carl Richard Hessel, dem späteren Kommerzienrat.

1877 Einrichtung einer Filiale der Hesselschen Farbenwerke in Berlin. Es folgen Verkaufsstellen in Hamburg, Leipzig, Dresden, Elberfeld und München.

um 1880 Kauf einer Grube nahe Döbeln (am Nordrand des Erzgebirges) und Abbau sogenannter „Grüner Erde“. Auslandsvertretungen werden gegründet, unter anderem in Amsterdam, Barcelona, Buenos Aires, Lissabon, Messina, New York, Odessa, Stockholm und Zürich.

1886 Gründung der Lackfabrik Hessel, Foll & Co. als verwandtschaftliches Zweigunternehmen zur Herstellung von Lackfarben durch die Herren Hermann Hessel, Ferdinand Foll und Wilhelm Eidemüller.

1891 Die offene Handelsgesellschaft Friedrich & Carl Hessel wird in die Farbenwerke Friedrich & Carl Hessel  AG umgewandelt. Die Firma wächst auf mehr als 150 Beschäftigte und ist die größte Farbenproduktion Sachsens sowie einer der führenden Farbenhersteller Deutschlands. 

Das Produktportfolio der Firma konzentriert sich auf die Präparation von Pigmenten für diverse Systeme und auf Silikatfarben unter der Marke Silikatin.

1947 Nach der Enteignung im Frühjahr 1947 entstehen die Vereinigte Farben- und Lackfabriken Nerchau. Unter dieser Bezeichnung firmieren die Farbenwerke Friedrich & Carl Hessel  AG, die Lackfabrik Hessel, Foll & Co. und der ausgelagerte Teilbetrieb der Lackfarbrik Herrmann Wülfing aus Wuppertal unter dem Kurznamen VeFaLaN.

1950 Mit dem Jahr 1950 beginnt die Produktion der Nerchauer Künstlerölfarben. In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule Berlin-Weißensee werden die Künstlerfarben von 1954 – 1958 in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben weiterentwickelt.

1967 Einrichtung eines Pigmenttechnikums des Industriezweiges Lacke und Farben in Nerchau.

1969 Die Nerchauer Farbenfabrik wird ab 1969 ein Werk des Betriebsverbandes Kalichemie Berlin innerhalb des VEB Lacke und Farben. Die Betriebsabteilung in der Nordstraße spezialisiert sich weiter auf Malfarben, Abtönfarben und Kunststoffeinfärbepasten.

1969/70 Übernahme der Künstlerfarbenfirma Neisch & Co, Dresden.

1991 Gründung der Lacufa AG; das Produktionsprogramm umfasst Dispersionsanstrichstoffe, Malfarben und Farbpasten.

1992 Übernahme des Standortes Nordstraße der LACUFA AG durch die Deutschen Amphibolin-Werke von Robert Murjahn GmbH & Co KG – heute DAW SE. Das Familienunternehmen bringt die Nerchauer Farben damit zurück zur inhabergeführten Tradition.

2004 Überführung des Industriefarbpastengeschäftes von der LACUFA in die neu gegründete Caparol Industrial Solutions GmbH.

2013 Die Caparol Industrial Solutions GmbH wird umstrukturiert. Die Gesellschaft konzentriert sich nun ausschließlich auf die Produktion und den Vertrieb von industriellen Farbkonzentraten.

2014 Start der Vertriebsaktivitäten im neuen Segment ‚Funktions- und Farb-Masterbatches‘.

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